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Angebotsmaßnahmen

Die Angebotskonzeption des Nahverkehrsplans trifft Vorgaben, wie das insgesamt verfügbare Leistungsvolumen der einzelnen Verkehrsmittel effektiv, das heißt mit dem größtmöglichen Nutzen für die Fahrgäste, eingesetzt werden soll. Erstmalig wurden zusätzliche Leistungen im Dezember 2013 auf Grundlage der vom Abgeordnetenhaus von Berlin bewilligten Mittel für Mehrleistungen in der wachsenden Stadt bestellt. Seither sind im Rahmen der Umsetzung des Nahverkehrsplans bereits mehrere so genannte Mehrleistungspakete von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz bei der BVG bestellt worden.

Angebotsmaßnahmen 2017

Angebotsmaßnahmen 2017, umgesetzt zum Fahrplanwechsel Dezember 2016

© Center Nahverkehr Berlin

Angebotsmaßnahmen 2017, umgesetzt zum Fahrplanwechsel Dezember 2016

 

Angebotsmaßnahmen 2016

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2016 wurden nochmals eine Reihe von Maßnahmen und damit ein weiterer Teil der Angebotskonzeption des NVP umgesetzt. Dabei wurden erneut auf besonders nachfragestarken Linien die dichten Takte ausgedehnt (z.B. auf der Straßenbahnlinie M4) bzw. Betriebszeiten ausgeweitete (Expressbuslinien X10, X11 und X33). Taktverdichtungen gab es zudem bei der U-Bahnlinie U8 zwischen Osloer Straße und Paracelsus-Bad, die Linien U2 und U9 fahren in den Ferien von nun an häufiger. Im Südosten Berlins wurde ein neues Buslinienkonzept eingeführt. Weitere Angebotsverbesserungen im Busverkehr gab es unter anderem auf den Linien 114 in Wannsee, 122 in Reinickendorf, 147 in Mitte, 175 in Lichtenrade, 265 in Kreuzberg und 309 in Charlottenburg.

 

Angebotsmaßnahmen 2015

Eine der wichtigsten Angebotsmaßnahmen im laufenden Jahr 2015 war die Straßenbahnstrecke zum Hauptbahnhof, die am 31. August vollständig in Betrieb genommen wurde. Seitdem fahren neben der Linie M5 auch die Linien M8 und M10 zum Hauptbahnhof und bieten für den Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Lichtenberg neue direkte Anschlüsse zum Fernverkehr und gute Verbindungen zur entstehenden Europacity nördlich des Hauptbahnhofs. Im Gegenzug konnte die Buslinie 245 von ihrer bisherigen Endstelle am Nordbahnhof zum Robert-Koch-Platz zurückgezogen werden.

Wie bereits im Jahr 2014 wurden zudem weitere zusätzliche Verkehrsleistungen entsprechend der wachsenden Nachfrage und der Bevölkerungszunahme bestellt und von der BVG umgesetzt. Dabei wurden vor allem auf verschiedenen Bus- und Straßenbahnlinien 2015 die dichten Takte der Hauptverkehrszeit ausgeweitet. Seit Oktober 2015 können daher auf weiteren Linien in deutlich längeren Zeiten kurze Wagenfolgen angeboten werden, unter anderem auf den Linien M32 und M37/137 in Spandau und den Linien 122/221 in Reinickendorf/Märkisches Viertel. Marzahn und Köpenick sind mit der Ausweitung der Betriebszeiten der Linie X69 erstmals auch am späteren Abend direkt verbunden. Die stark nachgefragte Linie M41 erhielt am Nachmittag einen 4-Minuten-Takt, ergänzende verkehrsorganisatorische Maßnahmen und Haltestellenumbauten sollen die Pünktlichkeit der Linie verbessern.

Eine weitere wichtige Maßnahme ist das zum Fahrplanwechsel im Dezember eingeführte veränderte Liniennetz der Straßenbahn in Köpenick. Neu sind dabei umsteigefreie Verbindungen zwischen Adlershof und Mahlsdorf Süd sowie zwischen Friedrichshagen und Schöneweide. Bei der U-Bahn wurde das Taktangebot der Linie U6 um zwei weitere Züge pro Stunde verdichtet, um der stark gestiegenen Nachfrage auf dieser wichtigen Nord-Süd-Achse gerecht zu werden. Mittelfristig nötige weitere Verdichtungen im U-Bahn- und Straßenbahnnetz sind allerdings erst mit der vorgesehenen zusätzlichen Beschaffung von Fahrzeugen möglich.

Angebotsmaßnahmen 2014

Im Jahr 2014 wurden zur Anpassung der Angebote an die Nachfrage und Erschließungserfordernisse in der wachsenden Stadt vor allem zeitnah erforderliche und kurzfristig realisierbare Mehrleistungen bestellt. Sie wurden schrittweise mit Schwerpunkten im April und August 2014 sowie auch zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 umgesetzt.

Ein wesentlicher Schwerpunkt lag auf der nachfragegerechten Anpassung von Betriebs- und Taktzeiten an die Nachfrage. Dafür wurden auf mehreren Linien insbesondere die dichten Takte in den Hauptverkehrszeiten auf einen längeren Zeitraum ausgedehnt. Auf den im Einkaufs- und abendlichen Freizeitverkehr stark nachgefragten Strecken wurden weitere Taktverdichtungen abends und am Wochenende eingeführt.

Zu den umgesetzten Maßnahmen im Linien- und Haltestellennetz der BVG gehörte beispielsweise die Neuordnung der Linien im Bereich Buch-Panketal-Ahrensfelde. Dadurch konnte im Verkehrsangebot eine besseren Übersichtlichkeit und Passfähigkeit der Angebote der BVG sowie der im Landkreis Barnim verkehrenden BBG erzielt werden. Auch das Liniennetz im Spreeraum wurde in verschiedenen Bereichen besser geordnet, so dass unter anderem die Anbindung und Erschließung durch den ÖPNV in dem sich sehr dynamisch entwickelnden Bereich rund um die Mercedes-Benz-Arena (ehemals O2-World Berlin) verbessert werden und der stark gestiegenen Nachfrage zwischen Treptower Park und Kreuzberg ein entsprechendes Angebot gegenübergestellt werden konnte.

Darüber hinaus wurde zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 die Straßenbahnstrecke zum Hauptbahnhof mit der Verlängerung der Linie M5 ab S-Bahnhof Hackescher Markt teilweise in Betrieb genommen.