Center Nahverkehr BerlinÖPNV-Angebot

ÖPNV-Angebot

Im Kern der Angebotsgestaltung steht die jährliche Fahrplanbestellung des Aufgabenträgers bei der BVG. Deren Ziel ist es, das Verkehrsangebot kontinuierlich zu verbessern und Entwicklungen, die Nachfrage oder Angebot beeinflussen, zu reagieren.

Abstimmungsprozess bei der jährlichen Fahrplanbestellung

© Center Nahverkehr Berlin

Abstimmungsprozess bei der jährlichen Fahrplanbestellung

Das Vorgehen bei der Gestaltung bzw. Anpassung des Fahrplans entspricht einem Wechselspiel zwischen der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK als Besteller, unterstützt durch CNB) und der BVG (Ersteller). Dabei bringen beide ihre Kenntnisse und Planungskompetenzen in den Prozess ein. Der Fahrplanwechsel findet in der Regel im Dezember eines jeden Jahres statt. Ihm vorgelagert ist ein mehrmonatiger Prozess der Fahrplangestaltung und -abstimmung.

 

  • Die Senatsverwaltung legt frühzeitig die Vorgaben für den neuen Fahrplan in Anlehnung an den aktuellen Nahverkehrsplan fest. Die BVG überprüft, ob die Vorgaben umsetzbar sind. Treten rechtliche oder andere Schwierigkeiten auf, muss sie die Senatsverwaltung rechtzeitig darüber informieren, damit gemeinsam Lösungen gefunden bzw. die Vorgaben ggf. korrigiert werden können.
  • 10 Monate vor dem Fahrplanwechsel legt die BVG einen Rahmenfahrplan vor. Dieser enthält Angaben zu den Verkehrsmitteln, Liniennummern, Endpunkte, befahrenen Straßenzügen und Streckenabschnitten von Straßenbahn und Bus sowie Linienlänge, Taktfolge, Barrierefreiheit und voraussichtlichem Leistungsumfang in Fahrzeug-Kilometer und Fahrplan-Stunden. Der Rahmenfahrplan wird durch die Senatsverwaltung geprüft. Entspricht er nicht den Vorgaben, kann sie die BVG zur Anpassung auffordern. Darüber hinaus kann sie in gewissem Maße auch eigene Fahrplanvorstellungen für bestimmte Linien und Teilnetze einbringen.
  • 5 Monate vor Fahrplanwechsel legt die BVG einen Minutenfahrplan vor und beantragt die erforderlichen Genehmigungen. Nach der Einverständniserklärung durch SenUVK tritt der neue Fahrplan in Kraft.

Darüber hinaus sind auch unterjährige Fahrplanwechsel möglich bzw. werden durchgeführt, um kurzfristige Angebotsanpassungen vornehmen zu können. Hierbei stimmen sich das Land und die BVG ebenfalls entsprechend des vereinbarten Ablaufs ab.